Unsere Carnica-Belegstelle im Mölltal – kontrollierte Anpaarung auf 1.750 m Seehöhe, mit Schwerpunkt auf Varroatoleranz-Zucht.
Foto: Landesverband für Bienenzucht in Kärnten (imkerschule.org)
Die Teuchl ist ein stilles Seitental des unteren Mölltals in Kärnten – umgeben von den Gipfeln Teuchlspitze, Polinigspitze (2.784 m), Striedenkopf und Kreuzeck. Auf 1.750 m Seehöhe, weit ab vom nächsten fremden Bienenstand, betreiben wir seit Jahren eine kontrollierte Carnica-Belegstelle mit Schwerpunkt auf Varroatoleranz-Zucht. Die abgeschiedene Lage – nur rund 28 Haushalte leben im ganzen Tal – sorgt für eine besonders sichere und unverfälschte Anpaarung.
Für uns ist die Teuchl eine wahre Oase für Bienen: reichhaltige Vegetation mit vielen seltenen Blütenpflanzen, große Almrausch-Bestände, kaum bewirtschaftete Wiesen und ein warmes, fast mediterran wirkendes Mikroklima. Die Kehrseite ist das steile Gelände – die Zufahrt ist anspruchsvoll, und längst nicht jede Fläche darf genutzt werden. Genau diese Abgeschiedenheit macht den Ort aber zu einer der saubersten Belegstellen Kärntens.
Hinter der Belegstelle Teuchl steht die Imkerei Wabenwunder – ein Familienbetrieb im Nebenerwerb aus Obergottesfeld bei Sachsenburg, gegründet im Dezember 2021 von Matthias und Hermann Graf. Seit 2022 sind alle rund 220 Völker konsequent auf Reinzucht umgestellt – seither deutlich ruhigere Völker und ein verlässlicherer Honigertrag.
Die Teuchl ist bei uns kein einzelner Standort, sondern ein dreistufiges System, das Fremddrohnen aus dem Tal konsequent fernhält:
Platz für 50–60 Wirtschaftsvölker von Mai bis Juli – die Basis unserer Zucht- und Honigarbeit im Tal.
Rund 20 Drohnenvölker, genetisch ident mit der Hauptbelegstelle – sie fangen Drohnenzuflug aus dem Tal ab, bevor er die eigentliche Belegstelle erreicht.
Rund 50 Drohnenvölker varroaresistenter Linien, seit 2–3 Jahren unbehandelt – hier werden jährlich etwa 1.500 Begattungseinheiten aufgeführt.
Angaben zu Struktur und Betrieb laut eigenen Aufzeichnungen. Für 2026/27 sind weitere Umbauten geplant, um Abstände zu optimieren und Kreuzungsflüge weiter zu reduzieren.
Eindrücke aus dem Teuchltal – die Galerie wird laufend um neue Fotos ergänzt. Klick auf ein Bild zum Vergrößern.
In der Königinnenzucht paart sich eine junge Bienenkönigin auf ihrem Hochzeitsflug mit mehreren Drohnen. Damit dabei gezielt geprüfte Genetik weitergegeben wird und keine Zufallspaarung stattfindet, bringen Züchter ihre unbegatteten Königinnen zu einer Belegstelle wie der Teuchl – einem abgelegenen Hochtal, in dem ausschließlich Drohnen unserer ausgewählten Linie fliegen.
Sanftmut und ruhiger Wabensitz, damit Völker sicher und effizient bearbeitet werden können · hohe Honigleistung bei geschlossenem, kompaktem Brutnest · geringe Schwarmneigung bei guter Vitalität · Gesundheit und Varroatoleranz durch ausgeprägtes Hygieneverhalten (VSH/SMR). Diese Ziele bestimmen die Auswahl von Zucht- und Pflegevolk und werden bei jeder Anmeldung zur Belegstelle dokumentiert.
Ein leistungsstarkes, gesundes Volk liefert die Eier; ein bienenstarker Pflegeableger mit vielen jungen Ammenbienen zieht die Weiselzellen auf.
Larven unter 24 Stunden alt (die Eizelle ist nach 3 Tagen geschlüpft) werden umgelarvt und wandern sofort mitten ins Brutnest des Pflegevolks – mindestens 20 Stück plus Reserve.
Ab Tag 5 nach dem Umlarven Annahmekontrolle, ab Tag 8 ist die Zelle verdeckelt und wird vor Verbau geschützt – insgesamt sind die Jungköniginnen rund 11 Tage nach dem Umlarven schlupfreif.
Nach dem Schlupf werden die Königinnen kontrolliert, gezeichnet und mit 2–3 Begleitbienen in Zusetzkäfige mit Futterteigverschluss gesetzt.
Die Kästchen werden mit Jungbienen befüllt, die Königin zugesetzt und mindestens 3 Tage in Kellerhaft (dunkel, kühl, belüftet) beruhigt, bevor es zur Belegstelle geht.
Ablauf nach unserer eigenen Zuchtpraxis, exemplarisch am Beispiel einer Auffuhr Mitte Juni: Umlarven Ende Mai, Schlupf Anfang Juni, Auffuhr zur Belegstelle rund 3–5 Tage später.
Wöchentlich vorab telefonisch bei der Belegstellenleitung anmelden – Hermann Graf, +43 670 6025200.
Begattungskästchen hygienisch einwandfrei und ordentlich befüllt, mit frischem Wabenbau (Kunstwachs-Anfangsstreifen, keine ausgebauten Vorjahres-Rähmchen). Rückseite mit Kurzzeichen des Züchters und Nummer kennzeichnen.
Jeden Freitag von 19–21 Uhr beim Gästehaus Graf in Kolbnitz. Auffuhr nur mit gültigem Gesundheitszeugnis 2026.
Absolute Nulltoleranz – die Kontrolle erfolgt über stabile, klare Klarsichtdeckel/Folie, ohne dass Bienen ins Freie gelangen.
Die Königinnen paaren sich mit unseren rund 50–60 Drohnenvölkern der Linie AT-2-8-1307-2023. Nach der Begattungszeit werden die Kästchen wieder abgeholt.
Zuchtwerte (Basis 100 = Durchschnitt der Zuchtpopulation) zeigen, wie sich die Nachkommen einer Drohnenlinie in der Praxis bewährt haben: Honigertrag, Sanftmut, Wabensitz, Schwarmneigung und Varroa-Toleranz. Der Gesamtzuchtwert (GZW) fasst alle Merkmale zusammen – ein Wert über 100 bedeutet überdurchschnittlich.
Wir freuen uns auf eure Königinnen – ob erfahrene Züchter oder Einsteiger, die ihre erste Königin auf einer kontrollierten Belegstelle anpaaren lassen möchten. Bei Fragen einfach anrufen.
Neben der Teuchl bieten wir hier eine unabhängige Übersicht aller anderen österreichischen Bienen-Belegstellen des Zuchtjahres 2026 – mit Zuchtwerten, Karte und Filter nach Bundesland. Zusammengeführt aus den Zuchtverzeichnissen von Bienenhof Mandl, ACA und ZAC!.
genaue Position bekannt Region/Talschluss identifiziert grobe Schätzung, unsicher · Beebreed.eu liefert keine Koordinaten – Positionen wurden separat recherchiert und können ungenau sein.
Zuchtwerte (Basis 100) des Belegvaters (4A) je Belegstelle · bei mehreren Belegvätern durch „/" getrennt. Klicke auf eine Spaltenüberschrift zum Sortieren.
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| Belegstelle | Leiter / Züchter | Typ | Honig | Sanftmut | Wabensitz | Schwarmneig. | Varroa | Gesamt-ZW |
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